Unser Behandlungsspektrum

Hausärztliche Versorgung

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Anamnese & Körperliche Untersuchung:

  • Im Zentrum der hausärztlichen Versorgung steht das vertrauensvolle Gespräch, die Anamnese. Hierbei werden sowohl die aktuellen Beschwerden als auch die derzeitigen Lebensumstände und die gesundheitliche Vorgeschichte mit einbezogen.
  • Daran anschließend erfolgt je nach Beschwerden die körperliche Untersuchung.


Weitere Untersuchungsverfahren:

  • Laboruntersuchungen
  • EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Langzeit-EKG
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Ultraschall Bauchorgane, Schilddrüse und Gefäße

Prävention und Vorsorge:

  • Impfberatung (Überprüfung des Impfpasses, Durchführung von Impfungen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts auf Patientenwunsch)
  • CheckUp Junior (ab dem 18. Lebensjahr)
  • Hautkrebs-Screening
  • CheckUp 35 (ab dem 35. Lebensjahr, alle 3 Jahre)
  • Krebsvorsorge für Männer (ab dem 45. Lebensjahr)
  • Darmkrebs-Früherkennung (ab dem 50. Lebensjahr)
  • Aneurysma-Screening (Männer ab dem 65. Lebensjahr)

Disease Management Programm (DMP):

  • Strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen mit Asthma bronchiale, COPD, Diabetes mellitus Typ 2, Koronarer Herzkrankheit

OP-Vorbereitung:

  • Körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen, ggf. EKG, Abklärung der Dauermedikation vor OP

Kleine Chirurgie:

  • Erstversorgung von kleinen Wunden & Nachsorge von Operationswunden

Ärztliche Anträge:

  • z.B. zur Einleitung einer Rehabilitationsmaßnahme

Atteste, ärztliche Gutachten

Naturheilverfahren

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Zu den "Fünf Säulen der klassischen Naturheilkunde" nach Sebastian Kneipp zählen:

  • Ernährungstherapie
  • Atem- und Bewegungstherapie
  • therapeutische Nutzung von Wasser, Wärme, Kälte
  • Pflanzenheilkunde
  • und die sogenannte Ordnungstherapie


Während Kneipp, auf dessen Beobachtungen und Empfehlungen auch die heutige Naturheilunde teils noch zurückgeht, einen eher autoritären Behandlungsstil pflegte ("Meine Wasserkur. So sollt ihr leben!"), finden wir heute moderne Ansätze der Naturheilkunde in der sogenannten Mind-Body-Medizin, welche davon ausgeht, dass jeder Mensch über ein enormes Potential an Selbstheilungskräften verfügt.

Ziel dieses Ansatzes ist es, die Patientin/den Patienten nachhaltig zu einer verbesserten
Selbstfürsorge zu befähigen. Hierzu gehören:

  • eine gesunde Work-Life-Balance mit der Fähigkeit zu guter Stressregulation und Entspannung
  • eine gesunde, umwelt- und sozialverträgliche, genussvolle Ernährung
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung, mehr Bewegung im Alltag
  • Erlernen von naturheilkundlichen Selbsthilfestrategien, wie z.B. Anwendung von Schröpfmassage, warmen Wickeln, Auflagen mit ätherischen Ölen
  • Veränderung von Wahrnehmungs- und Bewertungsgewohnheiten ("ich muss immer...", "ich kann es nicht ertragen, wenn...", "es wäre absolut furchtbar, wenn...")
  • Gesundheitsfördernder Umgang mit Emotionen (z.B. Emotionen anerkennen und nutzen als wichtige Orientierungshilfe für uns selbst und unser soziales Umfeld)


Dabei versteht sich die Mind-Body-Medizin ausdrücklich nicht als Alternative zur konventionellen Medizin, sondern ergänzt die medizinische Behandlung bei allen Beratungsanlässen mit Methoden, die Menschen gezielt dabei unterstützen sollen, ihre Gesundheitsressourcen zu mobilisieren.

Ist in bestimmten Erkrankungssituationen darüber hinaus eine Behandlung mit naturheilkundlichen Arzneimitteln sinnvoll, dann werden Sie gerne diesbezüglich beraten.


Erfreulicherweise erstatten zwischenzeitlich viele gesetzliche Krankenkassen in einem kleinen Umfang Kosten für z.B. naturheilkundliche Arzneimittel (der jährliche Höchstbetrag liegt in der Größenordnung von max. 200 Euro). Die Regelungen sind leider nicht einheitlich. Manche Krankenkassen fordern, dass die Verordnung von einer Ärzt:in mit der Zusatzbezeichnung für Naturheilverfahren erfolgt. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach!

Frau Dr. Grässlin verfügt über die Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren.

Akupunktur

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Akupunktur, die sanfte Behandlung mit feinen Nadeln, hat ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird in der asiatischen Heilkunde seit vielen Jahrhunderten zur Behandlung eingesetzt.

Heutzutage belegen Studien die Wirksamkeit von Akupunktur, insbesondere zur Linderung von chronischen Schmerzen, so dass eine Akupunkturbehandlung bei einigen Erkrankungen in den Leitlinien empfohlen wird und Ärzt:innen hierfür in einer strukturierten Weiterbildung eine Zusatzqualifikation erlangen können.

Die Akupunkturbehandlung kann im Sitzen oder im Liegen durchgeführt werden. Dabei werden sehr feine Akupunkturnadeln an definierten Punkten des Körpers genadelt. Oft liegen diese Punkte in der erkrankten Region, teils jedoch auch fern vom eigentlichen Schmerzgeschehen auf gedachten Leitbahnen (Meridianen). Die traditionelle Vorstellung ist, dass sich hierdurch Spannungen lösen lassen und die körperliche und psychische Lebensenergie (das Qi) wieder harmonisch fließen kann.

Nach heutigen Erkenntnissen kommt die Wirkung der Akupunktur durch eine Reihe positiver Effekte durch die Nadeln einerseits direkt am Ort des Geschehens und andererseits im zentralen Nervensystem durch die vermehrte Ausschüttung von schmerzlindernden und stimmungsaufhellenden Substanzen zustande.

Die Akupunkturbehandlung, welche inklusive Ruhezeit ca. 20-30min dauert, wird von den meisten Menschen als wohltuend erlebt. Häufig setzt bereits während der Behandlung eine angenehme Entspannungsreaktion ein.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Akupunkturbehandlung bei Schmerzen aufgrund von Verschleiß der Lendenwirbelsäule oder der Kniegelenke, wenn die Beschwerden trotz leitliniengerechter Behandlung seit mehr als sechs Monaten andauern und die Akupunkturbehandlung von einer hierfür zugelassenen Ärzt:in durchgeführt wird.

Frau Dr. Grässlin verfügt über die Zusatzbezeichnung Akupunktur und darf diese bei o.g. Indikationen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchführen.

Akupunktur z.B. bei Spannungskopfschmerzen oder Migräne oder anderen sinnvollen Behandlungsindikationen sind leider keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Abhängig von der individuellen Situation und dem gewünschten Behandlungsansatz kann Akupunktur jedoch nach persönlicher Absprache in unserer Praxis als sog. Individuelle Gesundheitsleistung ("IGEL") durchgeführt werden. Die Kosten für eine Akupunkturbehandlung liegen dann in der Größenordnung von 35-45 Euro/Sitzung. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, eine Behandlungsserie von 5-10 Sitzungen durchzuführen.

Spezielle Schmerztherapie

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Schmerz hat eine wichtige Warnfunktion und sichert unser Überleben.

Wir alle kennen akute Schmerzen, z.B. bei einer Verletzung, welche im Rahmen eines gesunden Heilungsverlaufes von selbst wieder abklingen.
Anders ist dies bei chronischen Schmerzen, welche länger als drei bis sechs Monate über den natürlichen Heilungsverlauf hinaus anhalten, durch eine chronische Schädigung bedingt werden oder über einen längeren Zeitraum hinweg immer wiederkehren. Diese Schmerzen haben ihre Warnfunktion verloren und erlangen einen eigenständigen Krankheitswert, die sogenannte chronische Schmerzkrankheit.

Die Belastung durch eine chronische Schmerzkrankheit kann für die Betroffenen enorm sein. Es können Einschränkungen der körperlichen Funktionsfähigkeit und des Aktionsradius, der Arbeitsfähigkeit, Störungen der Befindlichkeit, der Stimmung, des Denkens und des Verhaltens auftreten. Manchmal nimmt der chronische Schmerz mit der Zeit eine so dominante Rolle ein, dass nahezu alle Erlebensbereiche, körperlich, psychisch und sozial, durch den Schmerz beherrscht werden.

Die Spezi­elle Schmerz­the­ra­pie befasst sich mit der Erken­­nung und Behan­d­­lung chronischer Schmerzen.

Zunächst geht es darum, die Krankengeschichte mit den auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren zu verstehen. Hierzu wird im Erstgespräch eine ausführliche Anamnese erhoben. Mithilfe des Deutschen Schmerzfragebogens werden diese Informationen um eine systematische Bestandsaufnahme ergänzt. Eine körperliche Untersuchung, die Sichtung der mitgebrachten Vorbefunde und je nach Ausgangssituation auch ergänzende Untersuchungen wie z.B. Labordiagnostik, bildgebende Verfahren oder weitere Untersuchungsmethoden helfen bei der Einordnung des Krankheitsbildes.

Auf dieser Basis wird dann gemeinsam mit der Patientin/dem Patienten ein Behandlungsplan erstellt, welcher sich an einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell orientiert und daher eine ganzheitliche Therapie, oft unter Einbezug von verschiedenen Fachdisziplinen, erfordert.

Die persönlichen Präferenzen und das individuelle Erleben der Patientin/des Patienten stehen dabei ganz im Vordergrund. Manchmal ist es trotz sehr differenzierter Therapieansätze und aktivem Mitwirken der Patienten nicht möglich, eine völlige Beschwerdefreiheit zu erreichen. Ziel der Behandlung ist es, alle hilfreichen Therapieoptionen auszuschöpfen, die Selbstregenerations- und regulationsfähigkeit zu fördern, Ressourcen zu aktivieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Entspannungstherapie

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Eine gesunde Stressbewältigung und die Fähigkeit zur Spannungsregulation haben eine wichtige Bedeutung, um gesund zu bleiben.

In unserem Leben ergeben sich Rhythmen, bei denen sich Anspannung und Entspannung in ganz natürlicher Weise harmonisch abwechseln (z.B. Einatmen/Ausatmen, Wach sein/Schlafen, das Wechselspiel von Muskeln beim Bewegen...).

Wenn diese natürlichen Rhythmen, z.B. durch eine gewünschte Leistungssteigerung (langes Durchhalten in sitzender Tätigkeit, Schlafmangel,...) oder durch anhaltende Sorgen gestört werden, kommen wir aus dem Gleichgewicht.

Dann kann es sein, dass wir die Warnsignale einer Stressreaktion erleben und diese körperlich (z.B. anhaltende Muskelverspannungen, Störung von vegetativen Funktionen, Schwächung des Immunsytems), emotional (z.B. vermehrte Reizbarkeit), kognitiv (z.B. Grübeln) und/oder sozial (z.B. Rückzug aus sozialen Kontakten) wahrnehmen.

Wir wissen heutzutage, dass diese Stressreaktion, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhält, das Risiko für z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische muskuloskelettale Erkrankungen oder psychische Erkrankungen erhöht.

Daher ist es sinnvoll, dass wir bereits früh die Warnsignale der Stressreaktion ernst nehmen und uns regelmäßig bewusst Zeit für Entspannungspausen nehmen.

Hierzu gibt es viele Entspannungstechniken, welche gut erlernbar sind und rasch dazu beitragen, zu körperlicher und psychischer Balance zurückzukehren. Je nachdem, wie wir geprägt sind, fällt es uns leichter, körperliche Techniken zu nutzen, um uns mental besser zu erholen (z.B. leichte Bewegung an der frischen Luft nach der Arbeit, Yoga) oder mentale Techniken zu nutzen, um uns körperlich besser zu entspannen (z.B. kreative Tätigkeiten, Tagträumen, Meditation).

Gerne thematisieren wir Ihre Entspannungsfähigkeit in unserer Praxis. Sollten bei Ihnen gesundheitliche Problembereiche bestehen, welche mit einer ungünstigen Stressbewältigung im Zusammenhang stehen, bieten wir gerne das Erlernen von verschiedenen Entspannungsverfahren an.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dabei die Kosten für bestimmte Entspannungstherapien im Einzel- und Gruppensetting, wenn die behandelnde Ärzt:in für die Anleitung dieser Verfahren zertifiziert ist. In unserer Praxis können wir das Erlernen von Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson und Medizinische Hypnose als Kassenleistung anbieten.

Außerdem arbeiten wir mit Achtsamkeitsbasierten Methoden (z.B. Mindful2work, ein Programm zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz und Burnout-Prophylaxe durch Bewegung, Yoga & Achtsamkeitsmeditation).

Fachgebundene Psychotherapie

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Aufgrund der Ausbildung von Frau Dr. Grässlin in tiefenpsychologischen Therapieverfahren und ihrer Zusatzbezeichnung Fachgebundene Psychotherapie kann unter bestimmten Voraussetzungen in unserer Praxis auch Psychotherapie als Leistung der gesetzlichen Krankenkasse angeboten werden.